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Wie Journalisten bewerten, was ins Blatt kommt

Wann ist eine Nachricht eigentlich eine Nachricht? Und wie bewerten Journalisten, welche Nachrichten und Informationen sie für ihr Medium berücksichtigen und welche sie unter den Tisch fallen lassen? Für viele Unternehmen, Freiberufler, Coaches und Künstler ist das eine entscheidende Frage, wenn sie über mehr Präsenz in den Medien nachdenken.

Zunächst einmal bewerten Journalisten nach den so genannten Nachrichtenwerten:
• Ist ein Thema neu und liefert Aktualität?
• Ist es für die Region bzw. die Leser oder Zuseher oder Zuhörer entscheidend?
• Sind Prominente oder bekannte Persönlichkeiten involviert?
• Werden Trends berücksichtigt?
• Gibt es Konfliktpotenzial oder Dramatik?
• Ist das Thema kurios oder ungewöhnlich?
• Gibt es weitreichende Folgen für bestimmte Zielgruppen – vorrangig für die Zielgruppe des Mediums?
• Sind Gefühl oder Sex beinhaltet?

Erfüllt Ihr Thema eines oder besser mehrere dieser Kriterien, stehen die Chancen gut, dass Medien darauf aufspringen. Neben den üblichen Nachrichtenwerten, die eine Presseinformation erfüllen muss, ist laut einer empirischen Studie der Hochschulen TU Dortmund, Universität Siegen und MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation jedoch ebenfalls ausschlaggebend, wie häufig Journalisten einer Meldung von Ereignissen im Agenturmaterial der Nachrichtenagenturen begegnen. Die Nachrichtenagenturen sind vertrauenswürdiger Partner von Journalisten.

Einfluss hat zudem auch die individuelle Erfahrung. Redakteure greifen auf erlerntes Wissen zurück, wenn sie sich für ein Thema entscheiden. Dieses heuristische Vorgehen ist typisch, denn ein Journalist muss tagtäglich den Spagat zwischen begrenztem Wissen und wenig Zeit meistern.

Für alle PR-Treibenden heißt es daher an dieser Stelle dran bleiben und die gewünschten Journalisten immer wieder mit einem Thema erreichen. Und zwar ohne sie jeden Tag mit der gleichen oder leicht abgeänderten Pressemeldung zu bombardieren. Auch hier gilt es persönliche Beziehungen aufzubauen.

Die Studie kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass die Nachrichtenauswahl nicht nur von Aktualität, Gesprächswert, Kontroverse, Betroffenheit, Kuriosität, lokalem Bezug, Prominenz oder einem der weiteren Nachrichtenwerte abhängt. Journalisten orientieren sich zudem daran, was andere Medien veröffentlichen. Positive Meldungen haben es zudem schwerer, abgedruckt zu werden. Der Negativismus ist dem Journalismus eigen.

Nichtsdestotrotz wird ein Thema immer für die Medien interessant, wenn es in einen aktuellen gesamtgesellschaftlichen Kontext passt. Dann hat Ihre Pressemitteilung tatsächlich Nachrichtenwert.

Wie haben Sie es mit Ihrem Thema in die Medien geschafft? Und welche Themen haben Sie den Medien anzubieten? Ich freue mich über Ihre Kommentare!

 

 

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